Das angeborene Immunsystem

Schafft es ein Eindringling, diese Hürde zu überwinden, kann er es sich keineswegs gemütlich machen. Das angeborene Immunsystem beginnt innerhalb kürzester Zeit, den Unbekannten zu bekämpfen. Enzyme und kleine Peptidmoleküle versuchen, die äußere Schicht z.B. eines Bakteriums aufzufressen. Weitere Proteine haften sich auf der Oberfläche an und versuchen, ganze Löcher in diese zu reißen.

Die nächste Verteidigungslinie bilden die Makrophagen, die zu den Fresszellen gehören. Wie der Name schon verdeutlicht, fressen Makrophagen den Eindringling und machen ihn so unschädlich. Gleichzeitig geben die Makrophagen Signalstoffe ab, die eine Entzündungsreaktion in Gang setzen.

Wir nehmen eine Entzündung meist negativ war. Aber sie ist Teil der Immunreaktion, die dafür sorgt, dass die Immunreaktion in Gang kommt und zahlreiche Immunzellen an den Ort des Geschehens wandern. Eine Entzündung ist also kurzfristig nichts Schlechtes und macht sich zum Beispiel bei einer Erkältung mit Husten, Schnupfen und Fieber bemerkbar. Daher ist es ein guter Rat, bei einer Erkältung das Bett zu hüten, sich zu schonen und das Immunsystem seinen Job machen zu lassen.

Das Immunsystem kann es aber auch übertreiben. Dann kann es zum Beispiel zu einer Sepsis, umgangssprachlich Blutvergiftung, kommen. Die Immunreaktion ist dann so heftig, dass der Körper kaum in der Lage ist, die in Gang gesetzten Vorgänge zu kompensieren. Wird dann nicht rechtzeitig eingeschritten, versagen nach und nach die Organe.

Sie lesen ein Kapitel aus unserer informativen Broschüre Das Immunsystem wacht über Ihre Gesundheit. Diese können Sie hier herunterladen:

  1. Selen
  2. Immunsystem