Das erworbene Immunsystem

Oftmals funktioniert das Ausschalten der Eindringlinge nicht ohne weiteres. Dann kommt ein weiterer Schritt hinzu: Es werden die B-Lymphozyten eingesetzt. Sie werden im Knochenmark gebildet. Sie sammeln sich in den Lymphknoten und der Milz. Dort bilden sie Antikörper gegen die Eindringlinge (= Antigene).

Im Thymus reifen die T-Lymphozyten heran. T-Lymphozyten sind in der Lage, ganze Zellen oder Parasiten zu zerstören. Zusammen mit den B-Lymphozyten bilden die T-Lymphozyten die spezifische Immunabwehr, die in der Lage ist, ganz gezielt z.B. ein Bakterium oder Virus zu erkennen und zu zerstören. Der große Vorteil der spezifischen Immunabwehr ist die Fähigkeit, sich diese Eindringlinge zu merken und beim nächsten Mal schnell auf sie reagieren zu können.

Das Immunsystem kann aber noch viel mehr. Es kann auch unterscheiden zwischen Eindringlingen, die dem Körper schaden, und solchen, die uns nützen. Dazu gehört eine Vielzahl an Bakterien im Darm, die für eine gute Darmflora sorgen. Wie wichtig diese Bakterien für uns sind, merken wir zum Bespiel, wenn wir Antibiotika einnehmen mussten. Dadurch werden nicht nur die körperfremden Bakterien vernichtet, sondern auch eine Vielzahl körpereigener Bakterien im Darm. Die Folge sind die klassischen Nebenwirkungen einer Antibiotikatherapie: Magen-Darm-Beschwerden.

Sie lesen ein Kapitel aus unserer informativen Broschüre Das Immunsystem wacht über Ihre Gesundheit. Diese können Sie hier herunterladen:

  1. Selen
  2. Immunsystem