Erhöhter Folsäurebedarf vor und während der Schwangerschaft

Ein ausreichender Folsäurestatus ist wichtig für die gesunde Entwicklung des Embryos. Warum ist dies so? Folsäure ist an der Synthese der Erbsubstanzen beteiligt – ohne Folsäure können sich menschliche Zellen nicht teilen. Dadurch spielt es bei allen Wachstums- und Zellteilungsprozessen eine wichtige Rolle.

In der Schwangerschaft ist Folsäure mitverantwortlich für die gesunde Entwicklung des Kindes, insbesondere für die Entwicklung des Zentralnervensystems. Die Schwangerschaft ist daher eine Phase, in der sinnvoll sein kann, ein Folsäurepräparat einzunehmen, da in der Schwangerschaft ein erhöhter Bedarf besteht. Das Vitamin soll spätestens vier Wochen vor der Empfängnis bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels eingenommen werden. Warum wird Folsäure in Form eines Arzneimittels empfohlen? Das hat einen einfachen Grund: Folsäure ist empfindlich gegenüber Licht, Hitze oder Sauerstoff. Daher kann beim Kochen ein Großteil der Folsäure verlorengehen. Der Vitamingehalt nimmt auch bei langer Lagerung sowie Warmhalten ab. Um den weitverbreiteten Folsäuremangel zu mildern, wird beispielsweise Speisesalz oft synthetische Folsäure zugesetzt. Bei einem Folsäuremangel kann es ebenfalls sinnvoll sein, mit einem synthetisch hergestellten Präparat zu supplementieren. 

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