Lymphödeme bereiten Probleme

Lymphödeme können alle treffen, die eine schwere Operation, eine Krebsbehandlung oder einen Unfall hinter sich haben. Patienten mit Lymphödemen leiden oft unter Stauungen der Lymphflüssigkeit, die Arme und Beine massiv anschwellen lassen – und wissen nicht, wie sie mit diesem schmerzhaften Problem umgehen sollen. Viele werden nicht einmal behandelt.

Lymphödeme müssen ernst genommen werden. Wird ein Lymphödem nicht richtig behandelt, kann sich das Gewebe zunehmend verhärten, Infektionen breiten sich leichter aus, chronische Entzündungen drohen. Allerdings sind die Behandlungsmöglichkeiten begrenzt: Bewährt haben sich manuelle Lymphdrainage, Kompressionsbehandlung mit entsprechenden Bandagen sowie Gymnastik, die den Lymphabfluss zusätzlich unterstützt. In jedem Fall stellen sich die Behandlungserfolge nicht sehr schnell ein. 

Patienten wie Ärzte brauchen oft viel Geduld. Es gibt zudem kaum Arzneimittel, die hier eingesetzt werden können. Eine der wenigen Ausnahmen ist Selen. Anorganisches Natriumselenit hat in Studien einen positiven Effekt gezeigt. Das Spurenelement reduzierte nicht nur das Volumen der Schwellung, es konnte auch vor der Entstehung von bakteriellen Entzündungen der Haut, sogenannten Erysipelen schützen.

Insbesondere Patientinnen haben oft unter Lymphödemen als Spätfolgen ihrer onkologischen Behandlung zu leiden. Daher empfiehlt es sich, bei entsprechendem Verdacht einen Arzt zu konsultieren und den Selenspiegel im Blut untersuchen zu lassen. Denn es hat sich gezeigt, dass ein sinkender Selenspiegel mit einem höheren Schweregrad von Lymphödemen einhergehen kann. 


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