Südwestrundfunk berichtet über biosyn und seine Produktion

Viele pharmazeutische Wirkstoffe werden günstig in Asien produziert. Wenn das Coronavirus dort weiter um sich greift, sind Probleme bei der Produktion von Medikamenten in Deutschland nicht auszuschließen. Das Thema griff der Südwestrundfunk kürzlich in einem Fernsehbeitrag auf und filmte bei der biosyn Arzneimittel GmbH mit Sitz in Fellbach. biosyn-Mitgründer und geschäftsführender Gesellschafter Thomas Stiefel kommt zu Wort und erklärt die Strategie des Biotechnologieunternehmens.

Es ist mit seiner Innovation unabhängig vom Ausland. Darauf legt Stiefel, der zugleich Vorsitzender im Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI), Landesverband Baden-Württemberg ist, sehr großen Wert. biosyn produziert nämlich den Trägerstoff KLH, der für Impfstoffe genutzt werden kann selber.

Das Glykoprotein Keyhole limpet hemocyanin (KLH) wird aus der Hämolymphe der Meeresschnecke gewonnen. Und zwar durch die nicht tödliche Punktion der Meeresschnecken in Kalifornien bei der amerikanischen Tochtergesellschaft und dort auch vorgereinigt. Anschließend wird der Stoff bei der biosyn in Fellbach hochgereinigt und aufbereitet. 

Das aus einer Schnecke erhaltene Immunocyanin reicht ferner in etwa aus, um einen Patienten mit Harnblasenkarzinom ein Jahr zu behandeln. Dieser Wirkstoff hat ein hohes therapeutisches Potential. Als IMMUCOTHEL® ist KLH in verschiedenen Ländern, darunter in Österreich und den Niederlanden, zur Rezidivprophylaxe des oberflächlichen Harnblasenkarzinoms zugelassen.

Hier können Sie die ganze Sendung des SWR mit dem Beitrag über die Pharmaindustrie in Baden-Württemberg anschauen.