Selen hält freie Radikale in Schach

Das Spurenelement Selen ist ein wichtiger Bestandteil verschiedener körpereigener Enzyme, die helfen, freie Radikale unschädlich zu machen. Steht dem Organismus nicht genügend Selen zur Verfügung, steigt die Belastung durch oxidativen Stress. Das kann die Reaktionsfähigkeit des Immunsystems auf Keime schwächen.

Außerdem trägt Selen zur Produktion von spezifischen Abwehrstoffen bei und unterstützt so den Organismus im Kampf gegen Viren und Bakterien. Auch die Aktivität des Immunsystems auf natürliche Killerzellen wird durch Selen gesteuert. Diese erkennen und zerstören veränderte Körperzellen. Gleichzeitig trägt Selen dazu bei, überschießende Immunreaktionen zu bremsen.

Weil der Körper Selen nicht selbst bilden kann, ist er auf eine ausreichende Zufuhr von außen angewiesen. Ernährungswissenschaftler empfehlen eine Aufnahme von mindestens 70 Mikrogramm Selen pro Tag. Das Spurenelement kommt natürlicherweise vor allem in Fleisch, Fisch, Eier, Milch und Getreide vor. Doch der Selengehalt der Böden im europäischen Raum ist generell niedrig. Allein durch die Nahrung könnte es deshalb schwierig werden, genügend Selen zu sich zu nehmen.

Studien belegen, dass es vor allem bei älteren Menschen häufig zu Selendefizit kommen kann. Das kann dann auch Auswirkungen auf den altersbedingten Funktionsrückgang des Immunsystems haben. Auch zelluläre Alterungsprozesse können verstärkt werden. Eine gezielte Selenzufuhr kann hier sinnvoll sein.

  1. Selenmangel