Selen per Paranuss – nicht unproblematisch

Binsenweisheiten zu hinterfragen, lohnt sich mitunter – etwa die, wonach sich der Selenbedarf des Körpers durch den Verzehr von zwei Paranüssen am Tag decken lässt. Das stimmt zwar, doch die ganze Wahrheit ist es nicht. Denn Paranüsse sind anfällig für Schimmelpilze und können somit auch Aflatoxine enthalten. Zudem reichern sie die natürlich vorkommende Radioaktivität an. Im Vergleich zur Gesamtnahrung können sie einen bis zu tausendfach höheren Radiumgehalt aufweisen.

Entscheidender ist jedoch, dass die in Paranüssen enthaltene organische Selenverbindung Selenomethionin sich im Körper anreichert und dies negative gesundheitliche Auswirkungen haben kann. Eine einzige Paranuss kann bis zu 400 Mikrogramm Selen enthalten. Das ist fast das Fünffache der Menge, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung für gesunde Erwachsene pro Tag als sinnvoll erachtet – nämlich 70 Mikrogramm. Wer täglich eine Paranuss verzehrt, dessen Selenspiegel kann schon nach zwei Monaten den empfohlenen Referenzbereich um 100 Prozent übersteigen.

Auf eine gute Selenversorgung zu verzichten, ist aber auch keine Lösung, denn das Spurenelement beeinflusst viele Körperfunktionen – von der Schilddrüse über das Immunsystem bis hin zur Spermienbildung. Die Lösung heißt: anorganisches Selen. Eine ergänzende Selenversorgung mit den Nahrungsergänzungsmitteln selenase® 100 XL oder selenase 200 XXL® mit anorganischem Selen kann daher sinnvoll sein. Eine schädliche Anreicherung ist nicht zu befürchten.

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