Selen als Hoffnungsträger

Selen als Hoffnungsträger in der Onkologie, bei Sepsis, Schilddrüsenerkrankungen, in der Chirurgie und bei Reperfusion

Die Bedeutung von Selen für die ärztliche Therapie wächst. Insbesondere für die Onkologie, die Intensivmedizin und die Endokrinologie entwickelte sich das Spurenelement in den letzten Jahren zum Hoffnungsträger, etwa für die Sepsis-Behandlung. Natriumselenit ist neben der Basistherapie, die hauptsächlich Antibiotika enthält, eine zusätzliche medikamentöse Therapieoption bei einer schweren Blutvergiftung.

Nicht zuletzt wegen des pharmazeutischen Potenzials des Spurenelements hat das Bundesforschungsministerium das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Jahrtausendwende initiierte Schwerpunktprogramm Selenoproteine finanziell gefördert. An dem Programm war unter anderem das Institut für Experimentelle Endokrinologie der Charité-Universitätsmedizin Berlin maßgeblich beteiligt, mit dem biosyn enge wissenschaftliche Kontakte unterhält.

Studien: Natriumselenit als aktiver Wirkstoff

Weltweit sind in den vergangenen 15 Jahren 45 Studien durchgeführt worden, in denen zum einen die Wirkweise von Natriumselenit als aktiver Wirkstoff untersucht und zum anderen der Frage nachgegangen wurde, welche Dosierung in welcher Behandlungsphase angemessen ist.

Die meisten Studien zeigen einen engen Zusammenhang zwischen dem Selenspiegel im Blut und dem Krankheitsverlauf. Ein niedriger oder durch Krankheit erniedrigter Selenspiegel hat bei nahezu allen Fällen eine schlechtere Prognose zur Folge.

Über 50% der klinischen Studien mit Selenwirkstoff von biosyn

Allein 24 dieser 45 wissenschaftlichen Arbeiten hat die biosyn Arzneimittel GmbH durch Bereitstellung des Wirkstoffs oder administrative Hilfe etwa bei der Entwicklung des Studiendesigns, bei der Erstellung der Unterlagen für die Ethikkommissionen und die Zulassungsbehörden und bei der Auswertung unterstützt.

Hier die beeindruckendsten Ergebnisse:

Intensivmedizin

Studien belegen, dass viele Intensiv-Patienten einen Selenmangel haben oder durch ihre Blutvergiftung (Sepsis) einen Selenmangel bekommen. Und dieser Selenmangel verschlechtert ihre Prognose, die Sepsis zu überleben oder verlängert ihren Aufenthalt auf der Intensiv-Station.

Inzwischen ist klar: hochdosierte Selengaben reduzieren die Sterblichkeit von Sepsiskranken um 14,3%. [Zur Studie]

Diagnosekriterien für Sepsis, schwere Sepsis und septischen Schock

Onkologie

Selensubstitution

  • senkt die durch Strahlentherapie bedingte Diarrhöe signifikant und verlängert die Überlebenschancen [Zur Studie]
  • reduziert die Entstehung und den Umfang von Lymphödemen [Zur Studie]
  • verringert die Rezidivbildung bei Darmkrebs [wissenschaftliche Arbeit]
  • verbessert die Lebensqualität von Krebspatienten [Zur Studie]

Endokrinologie

Die tägliche Einnahme von Selen über drei Monate verringert bei Patienten mit Autoimmunthyreoiditis mit gleichzeitiger Schilddrüsen-Unterfunktion (Hashimoto-Thyreoditis) die Bildung gewebsschädigender Antikörper. [Zur Studie]

Chirurgie

Selen reduziert die Schäden bei der Reperfusion. [Zur Studie]